Der Essener Damenchor sagt Danke

Die Kapelle der Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung war am 10. November 2019 übervoll mit Besuchern, die sich das Konzert des Essener Damenchors e. V. angehört haben.

Ganz herzlichen Dank sagen die Chordamen an alle, die gekommen sind und auch für die großzügige Spende.

 

Die Erstaufführung der „Messe Nr. 3“ von Charles Gounod in der Fassung für Frauenstimmen war auch für den Chor etwas Besonderes. Mit viel stimmlicher Hingabe wurden Kyrie, Gloria, Sanctus-Benedictus und das Agnus Dei vorgetragen.

 

Es war dem Damenchor ein Bedürfnis aus Solodarität mit unsern jüdischen Mitbürgern an die Pogromnacht am 9. November 1938 zu denken, auch an die antisemitischen Angriffe kürzlich auf Synagogen in Halle und Berlin. Dazu spielten Streicher mit Orgelbegleitung das Instrumentalstück „Kol nidrei“, was Louis Lewandowski zum jüdischen Jom Kippur, dem Versöhnungsfest, komponiert hat. Ein berührender Moment.

 

Im dritten Teil des Konzertes folgte der „Psalm 51“, ein heute nicht so oft zur Aufführung gespieltes Werk, das von Johann Sebastian Bach bearbeitete „Stabat mater“ von Pergolesi.

Chor, Sopranistin Sandra Zydek, Altistin Sara Bodemann sangen abwechselnd, gefühlvoll und ausdruckstark auf den Text bezogen, die einzelnen Sätze dieses Werkes, wie u. a. „Missetaten, die mich drücken“ oder „Sieh, du willst die Wahrheit haben“. Die musikalische Untermalung lag in den Händen der Streicher von Camerata Assindia.

 

Die Gesamtleitung hatte Sven Dierke.

 

Ein wunderschöner Konzertnachmittag mit einer Botschaft an alle ging in der Kapelle zu Ende, klang aber erst aus im Festsaal der Stiftung bei einer leckeren Suppe und Getränken.

Dort wurde auch der erstmalig eröffnete Basar des Chores gestürmt, wo man ausgefallene selbstgemachte Geschenke zum Advent oder Weihnachten, aber nicht nur, erstehen konnte. Der Damenchor hat sich sehr über das Interesse gefreut und bedankt sich nochmals bei allen ganz herzlich.

 

Christa Schiegler

 

 

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© Raphaela Simon